2. Männer: HSG Kreuzberg III – HC Pankow II 37:32

Im Handballwettkampfsystem gibt es in Deutschland 9 Ligen. Wir spielen von oben (Bundesliga) gesehen in Liga 8, nur die Kreisklasse ist noch tiefer. Es geht also bei uns nicht um Meisterschaft oder Titel – sondern um eine sportliche Betätigung im geliebten Handballsport. Nach dem Spiel noch ein schönes Bierchen vertilgt und es war ein schöner Nachmittag.

Dann gibt es bei uns noch ein armes Schweinchen, der soll über das Spiel einen schönen Spielbericht schreiben. Da steht dann meist drin, dass alle gekämpft haben und man hat leider verloren.

Ich kann mich dem nur bedingt anschließen, jawohl es haben alle gekämpft und in der 35. Spielminute stand es 20:20, aber es war mehr drin. Wer auswärts gegen einen bisher sieglosen Gegner 32 Tore wirft, der hat oft gewonnen – wer sich aber in 60 Minuten 37 Tore (dabei halten unsere Torhüter noch 15 Würfe) einfängt, der hat fast immer verloren.

Nun mal der Reihe nach. Wir haben Glück gehabt, dass wir überhaupt eine Resttruppe von 3 Torhütern, 3 Aufbauspieler und 4 Kreisspieler aufbieten konnten, denn mindestens 8 (!!!) Spieler waren nicht einsatzfähig (Schroeder, Huhn, Bredow, Rostock, Schindler, Berndt, Grabbert und Koschowski).

Worüber muss man sich denn nun ärgern? Das letzte Häufchen von Spielern, was wir diesmal aufbieten konnten, hat in der Abwehr mehr Potential, als sie es am Sonntag abgerufen haben. Mit dieser Angsthasentaktik – eine 6:0 Abwehr mit dem Hacken an der Torlinie – und immer nur reagieren, wenn der Gegner vorher agiert hat, da ist man immer 2. Sieger. Wer eine offensive Abwehr nicht kann, der müsste bestrebt sein soetwas zu lernen. Was machen wir – nach 5 Spielminuten wird durch die Spieler entschieden, wieder auf eine 6:0 Deckung zurückzugehen. 37 Gegentore waren die Antwort und verhalfen Kreuzberg zum ersten Sieg in dieser Saison. Wir spielten mit unserer “Basketballabwehr” so brav in der Deckung, dass wir uns eine (!!!) Strafzeit und einen (!!!) Siebenmeter einfingen.

Unser mit Feuer und Eifer kämpfende Gegner hat völlig verdient gewonnen. An dieser Stelle muss man noch die gute Schiedsrichterleistung (ein Sportfreund vom gastgebenden Verein) loben.

Fritz (als Vertreter beider Übungsleiter)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert