Gegen einen altbekannten und sympathischen Gegner entwickelte sich von Beginn an eine schwierige Partie für uns. Vor allem in den ersten 26 Minuten lief nahezu nichts zusammen – eine Phase, die man rückblickend klar als Katastrophe bezeichnen muss. Wir lagen durchgehend mit drei bis vier Toren im Rückstand. Zwar zeigte der gegnerische Torwart eine starke Leistung, doch machten wir es ihm auch oft zu leicht: Unpräzise Abschlüsse, über oder neben das Tor sowie Würfe direkt auf den Keeper prägten unser Angriffsspiel.
Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fanden wir langsam besser in die Partie und konnten den Rückstand immerhin auf ein Tor verkürzen.
Dennoch gelang es uns nicht, den Schwung mit in die zweite Hälfte zu nehmen. Nach 40 Minuten lagen wir erneut mit drei Treffern hinten (13:16), und dieser Abstand hielt sich hartnäckig bis zur 53. Minute (17:20).
Dann endlich der Wendepunkt: Es dauerte ganze 53 Minuten, bis wir aufwachten. Plötzlich funktionierte das Zusammenspiel, die Abschlüsse wurden konsequenter, und auch in der Abwehr wurde endlich beherzt zugepackt. In den letzten sieben Minuten zeigten wir ein völlig anderes Gesicht, erzielten noch fünf Tore, während unser Gegner nur noch einmal erfolgreich war.
Am Ende stand ein hart umkämpfter, aber umso wichtigerer 22:21-Sieg – ein Spiel, das lange Zeit nicht nach einem Erfolg aussah, aber durch Kampfgeist und eine starke Schlussphase doch noch gedreht werden konnte. Hätten wir das Spiel verloren oder unentschieden gespielt, wäre das völlig in Ordnung gewesen. Aber so war das bisschen Glück diesmal auf unserer Seite.
HC Pankow
