Wer braucht schon einen gemütlichen Sonntagmorgen, wenn man auch um 9:30 Uhr schon in der Halle stehen kann? Zum vierten oder fünften Mal in dieser Saison waren wir zu Gast bei ProSport in der Halle Neue Roßstraße 5 – und die Gastgeber begrüßten uns so herzlich, dass wir uns fast schon wie Ehrengäste fühlten. „Sehr angenehme Gäste” – ein Kompliment, das wir natürlich mit Stil einzulösen gedachten.
Und das Beste gleich vorweg: 13 Spielerinnen standen bereit. Das Trainerteam rieb sich die Augen vor Freude. 13! Vollzählig, motiviert und – trotz der frühen Stunde – hellwach.
Spiel 1: Gegen TSC III – Gemeinsam ins Ziel
Im 3-gegen-3-Format legten wir direkt los, und das Team schien gar nicht zu wissen, dass es noch vor dem Mittagessen war. Von Beginn an stimmte die Chemie auf dem Feld – hart erkämpfte Chancen, gute Abstimmung, und Paul(ina) stand am Ende genau richtig, um die Tore zu machen, die das Team sich erarbeitet hatte. So retteten wir den Sieg über die Zeit – 7:6. Knapp, aber als Mannschaft verdient. Denn Tore fallen nicht im Alleingang – sie sind das Ergebnis von dem, was alle zusammen aufbauen.
Spiel 2: Gegen ProSport24 – Geschichte wird geschrieben!
Dann kam das zweite Spiel – wieder 3 gegen 3 – und diesmal wartete eine besondere Herausforderung: ProSport24. Eine Mannschaft, gegen die wir bis dato schlicht und ergreifend noch nie gewonnen hatten. Nie. Nicht einmal. Man könnte fast meinen, da laste ein kleiner Fluch drauf.
Doch dieser Fluch? Gebrochen. Erledigt. Geschichte.
Wir zeigten, was mit dieser Mannschaft möglich ist, und fuhren einen verdienten Sieg ein. Irgendwo in den Annalen unseres Vereins wurde dieser Moment sicher mit einem goldenen Stift verewigt.
Spiel 3: Gegen VfV Spandau – Drama in 6 gegen 6
Das dritte Spiel dann im 6-gegen-6-Format – und was für eines! Zunächst sah alles nach einem ruhigen, komfortablen Sieg aus. Doch wäre Handball so einfach, würden wir wahrscheinlich alle lieber Schach spielen. Spandau kämpfte sich heran, Tor für Tor, bis es kurz vor Schluss 4:4 stand. Herzstillstand? Fast.
Dass wir überhaupt noch in der Position waren, den Sieg zu holen, hatten wir in entscheidenden Momenten auch Pia zu verdanken: Mit vier Paraden in Folge kurz vor dem Ende hielt sie uns im Spiel und bewahrte das Team vor dem drohenden Rückstand.
Und den nutzte das Team: Statt aufzugeben, steckten wir noch einen drauf – 5:4. Sieg! Die Nerven lagen blank, der Jubel war groß, und wahrscheinlich hat das niemand so geplant – aber spektakulär war’s allemal.
Spiel 4: Wieder gegen TSC III – Der Akku war leer
Nach drei Spielen, Nervenkrimi inklusive, meldeten sich dann langsam aber sicher die Beine zu Wort. Und einige Blessuren kamen erschwerend hinzu. Gegen TSC III fehlte uns schlicht die Kraft – TSC nutzte ihre Chancen konsequent, während wir unsere liegen ließen. Die Luft war raus, und am Ende setzte sich die Frische durch.
Kein Vorwurf an irgendjemanden – das ist normales Menschsein nach einem langen Staffeltag.
Fazit: 3 Siege aus 4 Spielen – eine neue Bestmarke!
3 Siege aus 4 Spielen – das haben wir in dieser Form noch nie geschafft. Das ist keine Kleinigkeit, das ist das Ergebnis kontinuierlichen Trainings, von Zusammenhalt und einer Mannschaft, die immer mehr zu sich findet. Klasse Leistung von allen!
Was bleibt zu tun? Am Torabschluss feilen und die Deckungsarbeit weiter festigen – dann müssen wir unsere Spiele auch nicht jedes Mal zum Herzensangelegenheit werden lassen. Aber mal ehrlich: Ein bisschen Spannung gehört doch dazu, oder?
Weiter so, Mädels! 💪
